Schützenvereine setzten sich im letzten Jahrhundert, auch in den ländlichen Gegenden mehr und mehr durch. Eine Scheibe der Schützengesellschaft Tunding von 1914 weist darauf hin, dass ein Schützenverein bereits vor dem
1. Weltkrieg existierte.

Aus den 20iger Jahren ist bekannt, dass Kooperator Hierl (1925 bis 1927) in Tunding als Vorstand eines Schützenvereins fungierte.

Einen Rückschlag dieser dörflichen und überörtlichen nicht besonders ausgerichteten Vereine brachten Nazizeit und Krieg.

Erst in den 50iger Jahren begann ein Wiederaufleben dieser ruhenden Vereine. So wurde auch der Schützenverein wieder zum neuen Leben erweckt. Einige Jahre übernahm in dieser Zeit, Franz Alois sen. das Amt des Vorstands.

Schöne Schützenscheiben aus diesen Jahren sind ein Beweis für die Existenz dieses Vereins.

Der Verein „Igel-Schützen“ Tunding wurde 1964 auf Initiative von Josef Bernauer und dem Wirt Josef Steinberger gegründet. In der Gründungs- versammlung wurde Kurt Hilse als erster Vorstand (1. Schützenmeister) gewählt.

Der Verein wurde beim Schützengau Dingolfing, sowie beim Bayerischen Sportschützenbund unter der Nr. 4547 angemeldet.

Das erste Gewehr, ein Walter-Modell 55, wurde von der Brauerei Röhrl, Frontenhausen gestiftet. Eine Scheibenzuganlage und ein Kugelfang wurden gekauft.

Geschossen wurde auf einer Schießbahn von der Gaststube durch die Tür ins Nebenzimmer. 1979 und 1980 wurde auf zwei Schießbahnen in der Kegelbahn geschossen.

1981 baute man im alten Saal, im ersten Stock, einen modernen Schießstand mit vier Bahnen und elektrischen Scheibenzuganlagen.

Die Königsscheiben, die seit Beginn ausgeschossen wurden, ersetzte man in der
Saison 1979/1980 durch einen Wanderpokal als Königspokal.

 

Wie die „Igel-Schützen“ zu ihren Vereinsnamen kamen.

Die Gründer gaben dem Verein den Namen „Igel-Schützen“, da der damalige Wirt Josef Steinberger sen. den Spitznamen „Igel-Wirt“ hatte.

Der Name „Igel-Wirt“ kam wie folgt zustande. Im Gründerjahr 1964 war im Brunnen des Wirtshauses ein Igel ertrunken. Die Wirtsleute bemerkten dies aber erst, als das Wasser zu riechen begann. Der tote, stachelige Geselle wurde dann vom Geier Schmied aus dem Brunnen entfernt.

Wegen diesem Schicksal des Igels wurde der Wirt zum „Igel-Wirt“ und der Schützenverein zu den „Igel-Schützen“.

 

   
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